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Ferrari F355 Berlinetta

1:24 von Fujimi

 

Das Original

Im Frühsommer 1994 debütierte sehr kurzfristig und ohne grosse Publikumsmesse der F355 als Nachfolger des 348. Die Nomenklatur 355 bedeutet 3,5 Liter Hubraum und 5 Ventile pro Zylinder. Der Motor leistet 380 PS bei 8’250/min., das max. Drehmoment beträgt 363 Nm bei 6’000/min. Mit dem vollsynchronisierten Sechsganggetriebe mit Sperrdifferential beschleunigt der F355 in 4,7s von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 295 km/h. Mit diesen Fahrleistungen erreicht der «kleine Ferrari» fast das Niveau des Spitzenmodells 512 TR mit V12 – Motor, der nur noch 38 PS stärker war. Entsprechend mühelos gelang es dem leichteren F355 dem «grossen Bruder» auf der Teststrecke von Fiorano drei Sekunden abzunehmen. Zunächst stellte Ferrari den F355 wieder als Coupé (F355 Berlinetta) und als Targa mit herausnehmbaren Dachmittelteil (F355 GTS) vor. Erst im Frühjahr 1995 vervollständigte der ganz offene F355 Spider die Baureihe zum Trio. Der F355 wurde von 1994 – 1999 produziert, 3938 Berlinetta, 2048 GTS und 2663 Spider.

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Das Modell

Das Modell des Ferrari F355 Berlinetta im Massstab 1:24 ist von Fujimi. Es ist sehr einfach gehalten, so ist der Motor auf der Unterseite des Bodens in einem Guss mit der Bodenplatte dargestellt. Nur die Hinterachse ist als zweites Bauteil darauf montiert. Auch die Innenseite der Türen enthält keine Details. Detaillierter sind die Aufhängungen der Vorder- und Hinterachse gestaltet. Zuerst habe ich im Unterboden den Bereich des Motors und die Bremsscheiben mit H8 (silber) von Hobby Color gespritzt. Danach habe ich den Unterboden sowie die Aufhängungsteile mit XF-1 (flat black) von Tamiya gespritzt. Bei den Auspuff-Endrohren mussten zuerst die Öffnungen gebohrt werden, danach habe ich sie mit Bare-Metall Folie belegt.

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Im Innenraum habe ich zuerst den oberen Teil des Armaturenbrettes sowie das Lenkrad, die Steuersäue und einen Teil der Mittelkonsole mit XF-1 gespritzt. Der untere Teil des Armaturenbrettes, die Sitze, die Türverkleidung und die Wand zum Motorraum wurden zuerst mit XF-2 (flat white) und dann mit einem hellen beige gemischt aus XF-59:1+ X-2:2 (dessert yellow + white) gespritzt.

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Die Karosserie benötigte einige Schleifarbeit im Dach- und Heckbereich um diverse Gräte zu entfernen. Diese stammen daher, dass die Gussform offenbar auch für den F355 GTS verwendet wurde. Bei der Karrosserie wurde zuerst der innere Teil und der Kühlergrill mit XF-1 und der Dachhimmel mit den Pfosten sowie aussen die Fensterrahmen mit X-18 (semi gloss black) gespritzt. Aussen wurde sie zuerst mit XF-2 grundiert und mit Schleifpapier 4000 / 6000 geschliffen, dann nochmals grundiert und mit 6000 / 8000 geschliffen. Anschliessend folgten zwei Schichten mit X-7 (red) und schleifen mit 4000 / 6000 und 8000 / 12000. Zum Schluss folgte die Lackierung zweimal mit X-22 (clear) einmal mit 8000 / 12000 geschliffen, das zweite Mal ohne schleifen. Nachdem die Karosserie während längerer Zeit trocknen konnte, wurden dann die Fenster und Leuchten eingebaut. Dabei zeigte sich, dass die Seitenfenster bezüglich Passgenauigkeit einiges zu wünschen übrigliessen. Das Betrachten aus der Nähe kann man sich sparen. Das Aufsetzen der Karosserie auf das Chassis war dann kein Problem, es passte genau. Zum Schluss wurden dann noch die Rückspiegel montiert, wobei in der Bauanleitung die Bezeichnung der Bauteile falsch (Seitenverkehrt) angegeben ist. Zusammengefasst ist es ein Modell welches vor allem zur Vollständigkeit der Ferrari V8 Modellreihe dient und kein wirklicher Hingucker ist.

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Hansueli Keller                IPMS Schweiz                                        Sektion St. Gallen